Neurochirurgische Klinik

Krankheitsbilder und Therapie

Metastasen im Gehirn

Moderne Therapien eröffnen gute Chancen. Besondere Sprechstunde für Betroffene

Die Behandlung von Menschen, die an Krebs erkrankt sind, ist heute mit modernen Therapien sehr erfolgreich. Sogar eine Heilung ist in vielen Fällen möglich. Doch auch noch nach Jahren können neue Tumoren in anderen Körperregionen, so genannte „Metastasen“ oder „Tochtertumore“, auftreten. Metastasen im Gehirn sind besonders häufig.
Eine individuelle Therapie mit enger Anbindung an multiprofessionelles Netzwerk soll eine weitere Lebenszeit mit hoher Lebensqualität garantieren. Dafür stehen wir auch in unseren Sprechstunden zur Verfügung:

Spezialsprechstunde zu Hirnmetastasen
Mit vorheriger Anmeldung unter Telefon: 0461 812 -1901, montags von 10-17 Uhr (in dringenden Fällen auch am gleichen Tag) 
bei Prof. Dr. Jan Regelsberger, Chefarzt der DIAKO Klinik für Neurochirurgie.

Metastasen im Gehirn – mehr erfahren? Hier klicken!

Die Behandlung von Menschen, die an Krebs erkrankt sind, ist heute mit modernen Therapien sehr erfolgreich. Sogar eine Heilung ist in vielen Fällen möglich. Doch auch noch nach Jahren können neue Tumoren in anderen Körperregionen, so genannte „Metastasen“ oder „Tochtertumore“, auftreten. Metastasen im Gehirn sind besonders häufig.

Mögliche Symptome bei Metastasen im Kopf: Viele Betroffenen haben anhaltende Kopfschmerzen. Möglich sind aber auch andere Beschwerden, zum Beispiel Lähmungen, Sehstörungen, Übelkeit oder Persönlichkeitsveränderungen. Auch Veränderungen beim Sehen, Riechen, Hören oder beim Tasten oder Krampfanfälle kommen vor.

Hirnmetastasen haben einen Anteil von etwa 40 Prozent an allen Hirntumoren. In der Neurochirurgie der DIAKO Flensburg sind wir mit unserer neuroonkologischen Expertise erster Ansprechpartner hier im Norden. Zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen der Onkologie und Strahlentherapie des Malteser Krankenhauses und der Neuroradiologie und Neuropathologie der DIAKO steht diesen Patienten ein Expertengremium zur Verfügung, das eng mit den zuweisenden Fachkollegen zusammen arbeitet.

Besonders häufig findet man Hirnmetastasen bei Tumoren der Lunge. Auch Brustkrebs und Hautkrebs sind sehr häufige Ursprungsorte für Hirnmetastasen. In 10-20 Prozent aller Hirnmetastasen ist der Ursprungstumor nicht bekannt.

Die Therapie von Hirnmetastasen besteht in der Regel aus einer Operation, Bestrahlung und ggf. auch einer Chemotherapie. Dabei kommt der vollständigen Entfernung der Metastase eine entscheidende Bedeutung zu.
Hierfür verwenden wir intraoperative Bildgebungen wie Ultraschall, Neuronavigation und Tumor-Fluoreszenzmarkierungen sowie besonders feine Instrumente zur Entfernung des Tumorgewebes. Je vollständiger ein Tumor entfernt ist, desto weniger Tumorzellen müssen noch mit der Bestrahlung und der Chemotherapie bekämpft werden.

Weitere Spezialsprechstunden

Weitere neurochirurgische Krankheitsbilder und ihre Therapie

Wirbelsäulenerkrankungen

Das zertifizierte Wirbelsäulenzentrum an der DIAKO behandelt Menschen mit Wirbelsäulenerkrankungen interdisziplinär, die federführende Fachabteilung ist hierbei die Klinik für Neurochirurgie. Ebenfalls beteiligt ist die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie. Sowohl degenerative Wirbelsäulenveränderungen (Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose) als auch verletzungs- oder tumorbedingte (z.B. Wirbelbrüche, Wirbelmetastasen) werden hier konservativ und operativ mit neuesten Therapieverfahren behandelt.

Für spezielle, komplexe Wirbelsäuleneingriffe steht die spinale Navigation, die computergestützte intraoperative Raumorientierung ermöglicht, zur Verfügung.

Patienteninformation zum Kreuzschmerz: PDF

Sie wollen mehr erfahren? Hier geht es zur Seite des zertifizierten Wirbelsäulenzentrums.

Tumore des Gehirns

Es gibt zwei Arten von Hirntumoren: Zum einen primäre Hirntumore, die aus den Zellen des Gehirns oder der Hirnhüllen entstammen, und zum anderen Metastasen, die von Tumoren anderer Körperregionen stammen und als „Tochtertumor“ im Gehirn entstehen.

Kopfschmerzen, Krampfanfälle oder auch Lähmungen können typische Symptome sein. Das Therapiekonzept für diese Tumore wird gemeinsam von den Fachleuten der Onkologie und der Strahlentherapie entwickelt.

Die operative Entfernung des Hirntumors stellt dabei meist den ersten, elementaren Schritt dar und erfolgt mit modernster technischer Unterstützung wie z.B. der fluoreszenzgestützten Tumormarkierung, dem intraoperativen Ultraschall sowie der intraoperativen Navigation und des Neuromonitorings. Mikroskope und Exoskope mit digitaler Bildverarbeitung sind bei allen Operationen dieser Art selbstverständlich.

Patientenbroschüre Hirntumore: PDF

Gefäßerkrankungen / Aneurysma

Gefäßaussackungen (Aneurysmen) oder Blutschwammgeflechte (Angiome) im Schädelinneren können lebensbedrohliche Blutungen verursachen.

Hirnaneurysmen stellen Aussackungen der Hirnbasis-Arterien dar und führen im Falle eines plötzlichen Risses (Ruptur) zu einer Subarachnoidalblutung. In dieser Notfallsituation muss das Aneurysma umgehend behandelt werden, um weitere Komplikationen frühzeitig zu vermeiden. Hierfür stehen die Neurochirurgie und Neuroradiologie der DIAKO täglich rund um die Uhr zur Verfügung.

Hirnaneurysmen können ebenfalls als Zufallsbefunde bei CCT- oder MRT-Untersuchungen diagnostiziert werden, wenn beispielsweise nach den Ursachen von Kopfschmerzen gesucht wird. In dieser Situation müssen die Fachleute gemeinsam mit der betroffenen Person eine sorgfältige Therapieentscheidung treffen. Dabei orientieren sich die Mediziner an Empfehlungen aus internationalen Studien (z.B. PHASES- sowie UIAT-Score). Die individuelle gesundheitliche Verfassung des Patienten, aneurysmaspezifische Eigenschaften und die Risiken einer interventionellen wie neurochirurgischen Behandlung werden sorgfältig erörtert, um für den Patienten das bestmögliche Vorgehen anzubieten.

DIAKO-Fachleute für Neurochirurgie und Neuroradiologie stehen Ihnen in einer speziellen Gefäßsprechstunde zur Verfügung. Für einen Termin wenden Sie sich bitte an das Sekretariat der Neurochirurgischen Klinik.

Hydrozephalus

Demenz, Schwierigkeiten beim Gehen und Inkontinenz – diese Symptome sind die typischen Beschwerden von Personen mit einem sogenannten „idiopathischen Normaldruckhydrozephalus“.

Schwierigkeiten beim Gehen bedeuten z.B., dass die Person mit kleinen Schritten, breitbasig, langsam und unsicher geht. Ein Demenzsymptom kann Vergesslichkeit sein, außerdem kann es zu Blaseninkontinenz (im fortgeschrittenen Stadium auch zu Stuhlinkontinenz) kommen.

Die Abgrenzung der Hydrozephalus-Symptome zu anderen neurologischen Systemerkrankungen mit sehr ähnlichen Beschwerden erfordert große Sorgfalt, und Demenzsymptome werden häufig auch durch andere Erkrankungen erklärt. Daher nimmt man in der Neurochirurgie zunächst eine umfangreiche Diagnostik vor, auch zusammen mit der Neurologie, um das optimale Vorgehen festzulegen. Je eher der Normaldruckhydrozephalus diagnostiziert/behandelt wird, desto besser ist der klinische Verlauf. Einige Beschwerden können sich bei frühzeitiger Behandlung sogar zurückbilden.

Grundsätzlich handelt es sich bei einem Hydrozephalus um eine Ansammlung des Hirnwassers (Liquor) mit einem Missverhältnis von Liquorproduktion und Liquorresorption. Je mehr Hirnwasser sich ansammelt, umso höher steigt der Druck innerhalb des Kopfes. Die klinischen Symptome sind Kopfschmerzen, Sehstörungen, Übelkeit, Erbrechen und schließlich Bewusstseinsstörung.

Bei Kindern mit Hydrozephalus kommt es zu gestörtem Trink- und Essverhalten, Verhaltensauffälligkeiten, Konzentrationsstörungen, schrillem Schreien und einer Änderung des Bewusstseins. Im Säuglingsalter bis zu zwei Jahren sind die Schädelnähte dehiszent (sie können auseinanderweichen), und es kommt zu einem raschen Wachstum des Kopfes und zu gespannten oder vorgewölbten Fontanellen.

Ein Hydrozephalus kann verschiedene Ursachen haben, die Therapie muss sich folglich nach der jeweiligen Ursache richten. Wenn z.B. ein Tumor den Hirnwasserkreislauf behindert, muss er operativ entfernt werden. Ein Gefäßverschluss kann ebenso operativ behoben werden, indem die Neurochirurgen mittels eines endoskopischen Eingriffes an anderer Stelle eine Passage anlegen. Eine weitere Möglichkeit ist das Anlegen eines Ventilsystems, das das Hirnwasser aus den Hirnkammern in die Bauchhöhle ableitet.

Die Beratung, Diagnosesicherung und Therapieentscheidung erfolgt bei uns in der MVZ Spezialsprechstunde Hydrozephalus der DIAKO Flensburg.

Schädelbasis- und Hypophysenchirurgie

Die Chirurgie an der Schädelbasis umfasst die operative Entfernung von Tumoren der vorderen, mittleren- und hinteren Schädelgrube. Tumore in diesem Gebiet sind meistens gutartig, zeigen ein langsames Wachstum und können operativ geheilt werden. Neben Kopfschmerzen können Sehstörungen, Gesichtsfelddefekte, Doppelbilder, das Hervortreten eines Augapfels, Hormonstörungen, Gefühlsstörungen in einer Gesichtshälfte, Hörminderung und Tinnitus, Gleichgewichtsstörungen, Schluckstörungen, häufiges Erbrechen und eine Gangunsicherheit auftreten.

Meningeom

Die häufigsten Schädelbasistumore sind die Meningeome. Diese Tumore gehen von den Hirnhäuten aus und sind keine Gehirntumoren. Trotz ihrer Gutartigkeit können diese Tumore die knöchernen Strukturen der Schädelbasis infiltrieren und wichtige Nerven und Hirngefäße in diesem Bereich umwachsen. Um sie möglichst vollständig zu entfernen, werden intraoperativ Stimulationen der Nerven und Überwachungen der Nervenleitungen durchgeführt, so dass ein gutes klinisches Ergebnis gesichert ist.

Neurinome

Das Vorhandensein eines Akustikusneurinoms (oder auch Vestinularisschwannoms) fällt meist durch Schwindel und eine Hörminderung, auch Hörstürze, auf. Diese Tumore können über verschiedene Wege, meist hinter dem Ohr, operativ entfernt werden, wobei auch hier die Hirnnerven (Hör- und Gesichtsnerv) mit einer elektrischen Überwachung (elektrophysiologisches Monitoring) während der Operation abgesichert werden. Damit wird eine vollständige Entfernung des Tumors möglich und es werden gleichzeitig die Hörfunktion und der Gesichtsnerv erhalten.

Hypophysentumoren

Tumore der Hirnanhangsdrüse sind häufig Hypophysenadenome, die Sehstörungen wie auch Hormonstörungen verursachen können. Letzere können zu einer vermehrten Produktion und Ausschüttung von Hormonen wie Prolaktin (Milchfluss aus der Brust und/oder Zyklusstörungen), Cortisol (Morbus Cushing) oder Somatotropin (Wachstumshormon mit klinischen Zeichen der Akromegalie) führen. Die Tumore können operativ über einen minimal-invasiven Eingriff durch die Nase (transsphenoidale Operation) entfernt werden. Exoskope, Endoskope und eine Neuronavigation werden hierbei eingesetzt.

Schädelbasis- und Hypophysentumore erfordern eine sorgfältige Diagnostik (augenärztliche Untersuchung, Hörtest, Vestibularisfunktionstest), eine interdisziplinäre Abstimmung zur Festlegung des Therapieschemas und möglicherweise auch ein kombiniertes Vorgehen mit Strahlentherapie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde wie auch der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Insbesondere bei ausgedehnten und großen Tumoren der Schädelbasis ist eine vollständige Operation häufig nicht sinnvoll, weswegen eine ergänzende strahlentherapeutische Behandlung (adaptive hybrid surgery) dann gleich mit eingeplant wird.

In der Neurochirurgie der DIAKO besteht eine besondere Expertise mit weit über 500 Eingriffen an der Schädelbasis. Wir verfügen mit unserer intraoperativen Ausstattung (Exoskop und Mikroskop, Endoskop, CUSA, Neuronavigation und elektrophysiologisches Monitoring) über modernste Technik, die ein sehr gutes klinisches Ergebnis garantiert.
In unseren Spezialambulanzen stehen wir Ihnen für eine Beratung zur Verfügung.

Trigeminusneuralgie

Die klassische Trigeminusneuralgie ist gekennzeichnet durch einen attackenartig einsetzenden, einseitigen Gesichtsschmerz, der durch Berührung, Kauen oder Zähneputzen ausgelöst werden kann. Dieser hält für einige Sekunden bis Minuten an, kann mehrfach über den Tag verteilt auftreten und betrifft vorwiegend die Region des Oberkiefers bzw. Unterkiefers.

Die Diagnose stützt sich im Wesentlichen auf die Anamnese und klinische Erscheinungsform. Zusätzlich kann eine MRT-Untersuchung Veränderungen im Kleinhirnbrückenwinkel ausschließen und vereinzelt eine morphologische Änderung im Verlauf des Nervus trigeminus zwischen Hirnstamm und Eintritt in das Cavum Meckeli nachweisen.

Therapiemöglichkeiten und ihr fachlicher Hintergrund
Die Therapie folgt einem mehrstufigen Schema, bei dem die medikamentöse Therapie mit Antiepileptika an erster Stelle steht. Erst bei Fortbestehen der Symptomatik unter medikamentöser Therapie ist die mikrovaskuläre Dekompression über einen retrosigmoidalen Zugang oder auch eine perkutane Thermoläsion im Bereich des Ganglion Gasseri zu erwägen. Die multiple Sklerose ist für die Therapiewahl entscheidend, da die demyelisierende Erkrankung in aller Regel eine mikrovaskuläre Polsterung des Nerven ausschließt und die Ursache der Gesichtsschmerzen sehr häufig auf Veränderungen der Trigeminuskerne zurückzuführen ist.

In der Notfallsituation kann die intraorale Lidocain-Applikation als Spray wirksam sein. Sonst muss eine Phenytoin-Aufsättigung intravenös unter Monitoring-Kontrolle erfolgen, in der Akutsituation kann aber auch eine Blockade des Nervus occipitalis major helfen.

Patienten mit einer Trigeminusneuralgie kann mit diesem Therapieschema sehr effektiv geholfen werden. Es lässt sich eine langfristige Erfolgsrate mit Schmerzfreiheit von 70 % über 10 Jahre erreichen. Entscheidend in der Therapiewahl ist die sorgfältige Anamnese mit klinisch radiologischer Diagnostik, die die Differentialdiagnosen der trigeminalen autonomen Kopfschmerzen mit vegetativen Begleitsymptomen ausschließen muss.

Kinderneurochirurgie

Säuglinge und Kinder können von Fehlbildungen, von Blutungen, einem Hydrozephalus ("Wasserkopf") wie auch von Gefäßerkrankungen und Tumoren des Gehirns und Rückenmarks betroffen sein.

Mit einer langjährigen Erfahrung in der Kinderneurochirurgie können wir zusammen mit der Kinderklinik, dem Perinatalzentrum (Level 1) und einer speziellen Kinderintensivstation eine Versorgung auf höchstem Niveau anbieten und betroffenen Kindern mit ihren Eltern helfen.

Besonders hier sind modernste neurochirurgische Operationsmethoden (Mikroskopie/Exoskopie, Neuronavigation, Minimal Invasive Neurochirurgie, Neuromonitoring, Endoskopie etc.) sehr wichtige technische Voraussetzungen im OP. Die besondere Situation der ganz jungen und kleinen Patienten hat unsere besondere Aufmerksamkeit und Zuwendung.

Das Therapiespektrum der Kinderneurochirurgie:

  • Tumoren des Gehirns und Rückenmarks
  • Fehlbildungen (Spaltbildungen im Bereich des Schädels oder der Wirbelsäule)
  • Hydrocephalus
  • Gefäßmißbildungen
  • Kraniosynostosen (vorzeitiger Nahtschluss am Schädel)


Die onkologische Nachbehandlung erfolgt in der Abteilung der Kinderonkologie des UKSH (Standort Kiel) oder UKE Hamburg. Kindliche Tumore der Schädelbasis oder im Bereich der Orbita (Augenhöhle) werden in Kooperation mit den Kollegen der Hals-Nasen-Ohren Klinik (Malteser) operiert. Der weitere Behandlungsplan wird dann gemeinsam mit den Kollegen der Kinderklinik und den beteiligten Nachbardisziplinen vereinbart.

Tumore der Augenhöhle (Orbitatumore)

In der Augenhöhle können eine Vielzahl von Tumoren auftreten. Diese sind meist gutartig wie die Meningeome.

Metastasen oder Lymphome sind eher selten. Gefäßveränderungen wie das Cavernom (Hämangiom) treten häufiger im jüngeren Lebensalter auf. Die Diagnose stützt sich vor allem auf die augenärztliche Beurteilung und eine MRT-Untersuchung. Ein hervorstehendes Auge (Protrusio bulbi), eine Sehminderung sowie Doppelbilder lassen eine Operation und/oder auch stereotaktische Bestrahlung notwendig machen. Dieses wird mit den beteiligten Fachdisziplinen abgeklärt und das Vorgehen gemeinsam mit den behandelnden Ärzten entschieden.

Bei einer Operation hängt die Wahl des chirurgischen Zugangs von der Lokalisation, der Größe, der Abgrenzung und der Art des Prozesses ab. Meist können weitreichende Entfernungen des Tumors mit sofortiger Entlastung des Augendruckes erreicht werden, so auch beim sehr häufigen und langsam wachsenden Meningeom, das vom Keilbeinflügel, Klinoidfortsatz oder der Optikusnervenscheide ausgeht. Klinisch wird es durch eine schleichende Sehminderung und einer Protrusio bulbi bemerkt. Auch knöcherne Beteiligungen können bestehen und eine Rekonstruktion der seitlichen Augenhöhlenwand erforderlich machen.

Mit einer langjährigen Expertise im Bereich der Orbitachirurgie bieten wir Patienten mit einer Tumorerkrankung im Bereich der Augenhöhle eine eingehende Beratung zu den Therapiemöglichkeiten an. Interdisziplinäre Vorgehensweisen können von uns mit den Abteilungen der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie und mit augenärztlicher Konsultation angeboten werden.

Nervenerkrankungen und -verletzungen

Verletzungsbedingte Nervendurchtrennungen, Nerventumore, aber natürlich auch die gesamte Breite der Nerven-Einengungssyndrome (Karpaltunnelsyndrom, Ulnarisrinnensyndrom als typische Beispiele) werden in der Klinik für Neurochirurgie behandelt. In der Regel finden die einfacheren Eingriffe in Lokalbetäubung ambulant statt.

Patienteninformation zum Karpaltunnelsyndrom: PDF 

Vereinbarungen zu einer ambulanten OP können über das Sekretariat der Neurochirurgie getroffen werden.

Schädel-Hirn-Verletzung

Die Versorgung leichter bis schwerster Schädel-Hirn-Verletzungen, speziell die Behandlung operationswürdiger Hirnblutungen, Schädelbrüche oder Hirnschwellungszustände gehören zur Aufgabe der Neurochirurgischen Klinik.
Auf unserer interdisziplinären operativen Intensivstation ist die umfassende Betreuung mit modernsten Verfahren der neurochirurgischen und anästhesiologischen Intensivmedizin möglich. 

Zusammen mit der Kinderklinik versorgen wir auch kleine und kleinste Patienten.

Nerven sichtbar machen im „Fiber MRT“