„Kreative Seelentröster in der Pandemie“

Pflegekräfte auf der Station A3 im Corona-Alltag: Vieles ist anders.

„Nähe gehört dazu“: Wiebke Steiner ist Pflege-Gruppenleitung der Station A3 und beschreibt ihren Arbeitsalltag jetzt in einem Interview für die Flensburger Wochenschau: „In meinem Arbeitsalltag geht es um die Pflege kranker Menschen und ‚Pflege‘ und ‚Mindestabstand‘ schließen einander kategorisch aus. In unserem Beruf gehört die Nähe zum Menschen einfach dazu.

Wir betreuen unsere Patienten wie vor der Krise, nur kommen eben momentan viele zusätzliche Schutzmaßnahmen, wie etwa die FFP2-Masken hinzu. Wir fungieren jetzt häufiger als Seelentröster, weil die Patienten ihre Familien vermissen, die nicht zu Besuch kommen können. Was die Kommunikation mit demenzerkrankten oder schwerhörigen Patienten angeht, müssen wir häufig kreativ werden. Die Krise ist sehr dynamisch und dadurch entstehen häufig Veränderungen in den Abläufen.“

Was sie sich wünscht: „Ich wünsche mir zwei Dinge. Zum Einen wünsche ich mir, dass den Menschen in der Pflege endlich die Anerkennung zukommt, die ihnen zusteht. Das geht über Applaus von Balkonen oder Einmalzahlungen hinaus, finde ich. Zum Anderen wünsche ich mir Zeit mit den Patienten. Zeit, um das volle Potential der Berufsgruppe der Pflegenden auszuschöpfen.“

Das ganze Interview lesen? In der Flensburger Wochenschau (Ausgabe vom 14. Februar) gibt es eine interessante Sonderseite mit Pflegekräften, die über ihren Alltag berichten.

Mit dabei ist ein Interview mit Friederike Hohmann, Dipl.-Betriebswirtin (VWA), Prokuristin und Pflegedirektorin des DIAKO Krankenhauses: "Die Öffentlichkeit weiß zu wenig um die Ausbildung, um die Studiengänge und die notwendigen Voraussetzungen, diesen Beruf ausüben zu können. Wir müssen darstellen, dass und weshalb wir unverzichtbar sind!", berichtet sie.


Bildunterschrift: Wiebke Steiner ist Gesundheits- und Krankenpflegerin sowie Gruppenleitung auf der Station A3 der DIAKO und studiert berufsbegleitend Pflegemanagement (Fotos: Bauer)