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Anästhesie und Operative Intensivmedizin

Anästhesie (aus dem Griechischen - Unempfindlichkeit)

In aller Regel lassen sich Operationen nur bei einer wirksamen Empfindungslosigkeit des zu operierenden Körperareals durchführen. Diese Empfindungslosigkeit kann mittels verschiedenster regionaler Anästhesietechniken oder aber mittels einer Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) sichergestellt werden.

Um die hierzu erforderliche anästhesiologische Betreuung möglichst optimal zu gestalten, werden alle mit einer anästhesiologischen Begleitung zu operierenden Patienten von den Mitarbeitern der Klinik bereits von Beginn an gemeinsam mit den Mitarbeitern der zugehörigen Fachdisziplinen vor, während und nach der Operation versorgt.

Die Ärzte der Klinik, die „Anästhesistinnen und Anästhesisten“, sind also direkt in die Behandlung der Patienten eingebunden. Beginnend mit der Operationsvorbereitung (Prämedikationsgespräch, individuelle Risikoabschätzung, Veranlassung spezieller Untersuchungen, Festlegung der Prämedikationsmedikation, des Betäubungsverfahrens, des Orts der Nachsorge usw.), begleitend während der gesamten Operation (Durchführung der Allgemein- und/oder der Regionalanästhesie, Kreislaufbehandlung, Beatmungstherapie usw.) und schließlich ausklingend in den Maßnahmen der operativen Nachsorge (im Aufwachraum, in der Intensivstation, usw.) kümmern sie sich um die ihnen anvertrauten Patientinnen und Patienten.

Den Anästhesistinnen und Anästhesisten obliegt aber nicht nur die Durchführung der besprochenen Allgemein- und Regionalanästhesie, sondern zugleich auch die Überwachung und gegebenenfalls Optimierung wichtiger Lebensfunktionen – d.h. der vitalen Funktionen der Patientin bzw. des Patienten (z.B. Atmung und Herz-Kreislauffunktion).

Zudem obliegt ihnen die Behandlung aller, sei es verzögert oder aber auch akut auftretenden vegetativen Störungen wie Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Frieren. Dieses Zuständigkeitskonzept gilt gleichermaßen auch für die Betreuung von Patientinnen im Kreißsaal, zu denen die Anästhesistinnen und Anästhesisten für beispielsweise eine nachhaltige Schmerzausschaltung im Rahmen der Geburtserleichterung oder aber zu einer operativen Entbindung hinzugezogen werden.

Im Diakonissenkrankenhaus werden bei täglich 7 bis zu 10 parallel zu versorgenden Arbeitsplätzen pro Jahr über 7.500 Anästhesieleistungen erbracht. Es kommen alle derzeit gängigen Anästhesieverfahren zur Anwendung.  Auftretende Besonderheiten im Ablauf einer Anästhesie (sogenannte AVB`s – Anästhesieverlaufsbeobachtung) werden seit mehreren Jahren routinemäßig erfasst und stehen für ein internes Qualitätsmanagement (z.B. Fallbesprechungen, statistische Aufarbeitung) sowie für den externen Qualitätsvergleich (sogenanntes „Benchmarking“) jederzeit aktuell zur Verfügung. 

Der im Hauptoperationstrakt die Aufsicht führende Anästhesieoberarzt, der zugleich den die Patienten direkt betreuenden anästhesiologischen Ärzten zur Seite steht, ist für die Regelung der Organisationsabläufe in allen OP-Bereichen verantwortlich (OP-Koordinator). Er garantiert somit nicht nur optimale Anästhesiebedingungen für die zu versorgenden Patienten, sondern zugleich auch ihre schnellstmögliche Betreuung nach Eintreffen der Patienten im OP-Bereich.