Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie

Röntgen

Die Röntgenstrahlen wurden 1895 durch den deutschen Wilhelm Conrad Roentgen (1845-1923) entdeckt. Mit der Entdeckung wurde die Grundlage der Radiologie gelegt.

Die "konventionelle Radiologie" ist in ihrer modernen Form in der Mehrzahl der Fälle immer noch die Grundlage der Diagnostik bei der Darstellung von knöchernen Strukturen und Weichteilen. Durch die unterschiedliche Dichte der einzelnen Strukturen (Knochen, Weichteile, Luft etc.) werden die Röntgenstrahlen unterschiedlich stark in ihrer Stärke gemindert, wodurch ein Röntgenbild entsteht. Frühere, oft belastende Untersuchungen, werden allerdings heute nicht mehr eingesetzt und sind durch moderne Verfahren abgelöst worden. Das Röntgenbild wurde früher auf einem Film festgehalten. Das DIAKO Krankenhaus ist ein sogenanntes "filmloses Krankenhaus". Dies bedeutet, dass alle Röntgenaufnahmen vollständig digital weiterverarbeitet und gespeichert werden. Hierzu stehen im DIAKO Krankenhaus die modernsten Röntgenanlagen bereit. Namentlich sind dies zum einen die digitale Festkörperradiographie (DR) und zum anderen digitale Lumineszenzradiographie (DLR, Film-Folien-System). Dies ermöglicht es, die erstellten Röntgenaufnahmen mit einer für die Patienten minimalen Röntgendosis zu erstellen. Sie werden in optimaler Qualität weiterverarbeitet und durch das PACS (digitales Bildarchiv) überall dort, wo sie benötigt werden, in Sekundenbruchteilen verfügbar gemacht. Hierdurch wird eine schnelle und qualitativ hochwertige Versorgung des Patienten gewährleistet.

Die klassische Radiologie umfasst u.a.

Röntgenaufnahme des Brustkorbes (Thoraxaufnahme)

Die Thoraxaufnahme stellt nach wie vor die Grundlage für Beurteilung der Lunge und des Brustkorbes dar und bietet eine hohe diagnostische Aussagekraft, z.B. bei der Erkennung einer Lungenentzündung (Pneumonie)

Röntgenaufnahmen der Knochen / des Skeletts

Die Röntgenaufnahme der Knochen ist beispielsweise für die Erkennung von Brüchen (Frakturen) wegweisend

Infusionsurographie (IVU)

Darstellung der Nieren, der ableitenden Harnwege und der Blase z.B. zur Erkennung von Nierensteinen und der Beurteilung der Nierenfunktion

Zystographie

Darstellung der Harnblase

Magen-Darm-Passage (MDP)

Darstellung der Speiseröhre, des Magens und des Dünndarmes z.B. zur Erkennung von Passagehindernissen

Dünndarmuntersuchung nach Sellink

Dünndarmkontrastuntersuchung nach Sellink wird in erster Linie bei dem Verdacht auf Darmentzündungen oder Geschwülste durchgeführt

Kolonkontrasteinlauf

Untersuchung des Dickdarmes in Doppelkontrast- oder Einfachkontrastuntersuchungstechnik z.B. zur Erkennung entzündlicher oder anderer 

Darmerkrankungen

Dünndarmkontrastuntersuchung nach Sellink wird in erster Linie bei dem Verdacht auf Darmentzündungen oder Geschwülste durchgeführt

Cholecystcholangiographie

Darstellung der Gallenblase und Gallenwege z.B. zum Nachweis bzw. Ausschluss von Gallensteinen in der Gallenblase und den ableitenden Gallenwegen

Phlebographie

Darstellung des Venensystems der Extremitäten (Arme und Beine) z.B. zur Beurteilung von Krampfadern (Varizen)

Myelographie und Funktionsmyelographie

Darstellung des Duralsackes und der austretenden Nervenwurzeln z.B. bei einem Wurzelkompressionssyndroms bei einem Bandscheibenvorfall.