Strukturprozess Mai 2022

Reorganisation: Erste Erfolge auf der Einnahmeseite.

Gemeinsam mit den Gesundheitsexpertinnen und -experten von WMC Healthcare ist das DIAKO Krankenhaus auf einem guten Weg in eine sichere Zukunft. Zur Steigerung der Erlöse konnten wir bereits auf verschiedenen Ebenen Erfolge erzielen. Dennoch sind weitere Anpassungen notwendig.

Im Zuge der Reorganisation haben wir bereits erste Erfolge auf der Einnahmeseite erzielt. Die gute Nachricht: Die Zahlungs- und Handlungsfähigkeit des DIAKO Krankenhauses ist zum jetzigen Zeitpunkt als gesichert zu bewerten. Denn auch unsere Bemühungen um ein Darlehen aus dem Corona-Rettungsschirm des Landes Schleswig-Holstein waren erfolgreich. Zudem konnten wir durch zusätzliche interne Maßnahmen weitere Einnahmen generieren. Nach organisatorischen Anpassungen im Erlösmanagement schaffen wir Abrechnungen schneller und damit effizienter. Die erfolgte Nachkodierung zeigt ebenfalls erste Erfolge.

Mehr Einnahmen generieren wir auch durch gut aufgestellte Fachabteilungen. Einige werden nach Abstimmung mit den Chefärzten und Marktanalysen weiter ausgebaut. Dies ist uns beispielsweise mit der Erweiterung des Bereichs für geplante Gelenkoperationen innerhalb der Orthopädie gelungen. Hier konnten qualifizierte Experten angeworben und Kompetenzen etwa in Schulter-Prothesen und Fußchirurgie erweitert werden. In einem Fortbildungszentrum wird dieses Wissen weitergegeben und die DIAKO über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Insgesamt stimmen die Fortschritte optimistisch. Neben den Erfolgen auf der Einnahmeseite müssen wir jetzt auch die Kostenseite nachziehen. Nur so ist die Zukunftsfähigkeit langfristig sicherzustellen. Unter anderem besteht Einsparpotenzial bei der Speisenversorgung, da knapp 20 Prozent der Mahlzeiten zu viel bestellt werden. Wir arbeiten bereits daran, hier Sachkosten zu sparen. Bei den medizinischen Sachkosten werden nach umfangreichen Gesprächen mit den Chefärzten sowie Auswertungen von beispielsweise Apothekendaten aktuell in vielen Abteilungen Alternativprodukte getestet, durch die künftig ebenfalls Kosten gespart werden können.

Ein weiterer wesentlicher Hebel ist die Digitalisierung von Abläufen. Über weitere Schritte werden wir Sie transparent auf dem Laufenden halten.

Unabhängig davon und als Ausgleich für die Arbeitsbelastung, insbesondere im Zusammenhang mit COVID, setzt sich die Geschäftsführung gemeinsam mit der Malteser-Geschäftsführung beim Gesundheitsminister in Kiel nachdrücklich für einen Pflegebonus auch für die Mitarbeitenden des DIAKO Krankenhauses ein. Ebenfalls entschieden ist, dass allen nach AVR vergüteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DIAKO Krankenhauses und der Zentralen Dienste der zweite Teil der Jahressonderzahlung Ende Juni ausgezahlt wird.

FAQ

1. Wie ist es um die Zukunftsfähigkeit des DIAKO Krankenhauses bestellt?

Wir sind ein leistungsfähiges Krankenhaus mit gut aufgestellten Fachabteilungen. Dennoch haben wir ein Problem bezüglich der Kostenstruktur und auf der Einnahmenseite. Die Corona-Pandemie spielt dabei auch eine Rolle. Wir konnten diese außergewöhnliche Situation der vergangenen Zeit mit Hilfe unserer motivierten und professionellen Belegschaft gut meistern. Allerdings mussten wir wirtschaftliche Einbußen hinnehmen. Gemeinsam werden wir über einen zweijährigen Strukturprozess unsere wirtschaftliche Situation verbessern. Wir starten mit einer dreimonatigen Analysephase im Januar 2022.

2. Wie wird die Zukunftsfähigkeit hergestellt?

Zusammen mit den Experten von WMC Healthcare setzen wir, im Gegensatz zu früher, auf einen ganzheitlichen Ansatz, um die finanzielle Lage unseres Hauses zu verbessern. Die Handlungsfelder wurden mit WMC Healthcare identifiziert. Wir werden die gesamten Abläufe und das Leistungsangebot analysieren, optimieren und Effizienzpotentiale heben. Ein weiterer Ansatzpunkt ist unsere gute Fachabteilungsstruktur. In einigen Fachbereichen, wie der Neurochirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie und Gynäkologie & Geburtshilfe werden wir analysieren, wie diese weiter ausgebaut werden können. Der Ausbau ist auch Teil der Zukunftsstrategie.

3. Mit wem wird der Strukturprozess umgesetzt?

Beim Strukturprozess arbeiten wir mit den Gesundheitsexpertinnen und -experten von WMC Healthcare zusammen. Sie werden diesen hier vor Ort begleiten und gemeinsam mit uns umsetzen. Wir haben in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit externen Experten gemacht.

Für WMC Healthcare als Unterstützung im Strukturprozess haben wir uns entschieden, weil das Unternehmen über viele Jahre Erfahrung aus mehr als 200 Projekten im Klinikbereich verfügt. WMC Healthcare verfolgt dabei den Ansatz, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Problemlösung miteinzuschließen und ist damit ein idealer Partner, um das DIAKO Krankenhaus zukunftsfähig zu machen.

4. Welchen fachlichen Hintergrund haben die Gesundheitsexpertinnen und -Experten von WMC Healthcare?

Die Expertinnen und Experten von WMC Healthcare sind fachlich breit aufgestellt. Um einen ganzheitlichen Ansatz erfolgreich umsetzen zu können, vereinen sie verschiedene Disziplinen. Neben ehemaligen Krankenhaus-Mitarbeitern aus Pflege und Management sind auch Betriebswirte, Volkswirte und Gesundheitsökonomen am Strukturprozess beteiligt.

5. Wer genau sind die WMC-Expertinnen und Experten vor Ort?

Der Diplom-Kaufmann Christian Eckert ist der Projektverantwortliche und verfügt über eine mehr als 20-jährige Beratungserfahrung im Gesundheitswesen. Die operative Projektleitung hat die Betriebswirtin und gelernte Krankenschwester Nadine Jeschke. Sie vereint langjährige Klinik-Erfahrungen, u.a. in der Notfall- und Patientenversorgung, mit Wirtschaftswissen. Dr. Arne Bernd war Geschäftsführer verschiedener Krankenhäuser und kennt sich besonders mit Personal aus. Die Gesundheitsökonomin Martina Borner hat in einem Uni-Klinikum ein Tumorzentrum koordiniert und hat eine ausgeprägte Analyse-Expertise. Komplettiert wird das Führungsteam von dem Volkswirt Dorian Denner, der das Projektmanagement und das Nachhalten der Maßnahmenumsetzung verantwortet. Weitere Details zu den WMC-Expertinnen und -Experten finden sich hier:  Beitrag Vorstellung WMC

 

6. Wie ist die Zusammenarbeit gestaltet?

Die Gesundheitsexpertinnen und -experten von WMC Healthcare werden den Strukturprozess vor Ort begleiten und kommen in die einzelnen Abteilungen und Bereiche. Dort machen sie sich ein vollständiges Bild der Strukturen, Prozesse und vom Leistungsangebot. Drei Monate lang nehmen sich die Expertinnen und Experten Zeit für ein ausführliches Bild der Situation. Dabei sind sie dankbar für Anregungen zu ressourcenschonenden Abläufen oder Effizienzverbesserungen aus den Abteilungen und Bereichen. Sie sprechen und arbeiten mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DIAKO Krankenhauses.

​​​​​​​7. Wie sehen die ersten Schritte beim Strukturprozess konkret aus?

Um die richtigen Maßnahmen auf dem Weg zur Zukunftsfähigkeit zu ergreifen, werden WMC und DIAKO zunächst Transparenz schaffen. Auf dieser Basis werden gemeinsam Handlungsfelder diskutiert. Das Team hat die Arbeit aufgenommen, die Bestandsaufnahme und Fachgespräche mit Abteilungen und Bereichen laufen.

Um die Einnahmeseite zu stärken, müssen vorhandene Kapazitäten möglichst bedarfsgerecht bereitgestellt werden. Darunter fallen auch die Verweildauer sowie die Aufnahme- und Entlasszeiten. Die WMC-Expertinnen und Experten arbeiten derzeit mit Hochdruck am Berichtswesen für das Kapazitätsmanagement. Um die Erlöse zu erhöhen, hat WMC bereits damit begonnen, die Rechnungslaufzeiten zu verringern. Mehr Einnahmen können auch durch ein größeres Angebot an Wahlleistungen entstehen. Etwa steigt in der Corona-Pandemie die Nachfrage nach Ein- und Zweibettzimmern. Im Bereich Personal wird in einigen Bereichen zuerst die Personalplanung aktualisiert werden, auf deren Basis die zukünftige Personalsteuerung aufsetzt.

8. Was ist geplant, um die Kostenseite zu verbessern?

Es gilt weiterhin, dass kein Fachbereich grundsätzlich in Frage gestellt wird. Ein Ansatzpunkt ist beispielsweise, die Überstunden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu reduzieren. Eine vorausschauende Personalplanung ermöglicht zudem, Stellen schnell zu besetzen und Leiharbeit zu vermeiden.

Die medizinischen Sachbedarfe werden im Dialog optimiert. Dafür haben Chefarztgespräche stattgefunden und monatliche Treffen zum Materialverbrauch werden eingeführt. WMC hat auch die Effizienz im nicht-medizinischen Sachbedarf im Auge. Die Expertinnen und Experten planen eine Verbrauchssteuerung durch den Angleich von Beköstigungstagen an Belegungstage.

9. Welche Auswirkungen hat der Strukturprozess auf Belegschaft und Patienten?

Wir arbeiten ständig daran, das DIAKO Krankenhaus zukunftsfähig zu machen. Dies hat keine Auswirkungen auf die Patientenversorgung. Auch während des gesamten Strukturprozesses wird daher die medizinische Versorgung wie gewohnt auf hohem Niveau gewährleistet. Unsere Belegschaft wird in die Prozessoptimierung eingebunden, kann jedoch ihrer Arbeit in gleicher Qualität nachgehen. Kein Fachbereich wird in Frage gestellt.

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