Strukturprozess September 2022

Gemeinsam erfolgreich: Wir setzen uns für Sie ein!

Die Mitarbeitenden im DIAKO Krankenhaus leisten hervorragende Arbeit. Während der vergangenen drei Jahre haben wir alle trotz Pandemie weiter zuverlässig die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten sichergestellt. Und das, obwohl der Aufwand für die somatische Versorgung auf den Stationen sowie für die intensivmedizinische Versorgung drastisch zugenommen hat. 
Wir alle haben das gemeinsam geschultert – bis an die absolute Belastungsgrenze. Dafür hätte jede und jeder einzelne den Corona-Bonus mehr als verdient. Die Geschäftsführung hat sich daher mit vollem Einsatz gekümmert und beim damaligen Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg mit Nachdruck darum gebeten, in Berlin um eine Einzelfalllösung für Flensburg zu kämpfen. Auf erneute Nachfrage fiel die Berliner Entscheidung für die DIAKO nun negativ aus. 

Die Geschäftsführung ist enttäuscht, dass auf bürokratische Vorgaben bestanden wird, ohne die hiesigen Voraussetzungen zu berücksichtigen. „[...] auf Grundlage der durch den Bund getroffenen Regelungen [besteht] für das DIAKO Krankenhaus keine Möglichkeit, an dem Corona-Pflegebonus nach § 26d zu partizipieren.“ Als Begründung wird auf die Zahl der Beatmungsfälle eines Krankenhauses verwiesen, die als „geeigneter Indikator“ für das Ausmaß der Belastung für Mitarbeitende zugrunde gelegt wird. Diese Regelung widerspricht unserem Verständnis von einem gerechten Honorieren der Belastung!

Dieser Rückschlag hindert uns nicht daran, weiter aktiv für alle Mitarbeitenden einzutreten. Wir glauben daran, gemeinsam mit Ihnen viel erreichen zu können. Vor allem in der Pflege ist das Arbeitsaufkommen hoch. Darum sind alle Mitarbeitenden aufgerufen, Vorschläge für geeignete neue Kolleginnen und Kollegen für die ausgeschriebenen Stellen z.B. aus den Bereichen Pflege, Funktionsdienst und Gynäkologie zu machen. Bei dem Programm Mitarbeiter werben Mitarbeiter profitieren die Vermittelnden von einer einmaligen Prämie in Höhe von 50 Prozent der monatlichen Vergütung der Stufe 1 der jeweiligen KTD-Gruppe und des Stellenanteils der eingestellten Arbeitskraft. Die Voraussetzungen sind:

  • Die Bewerbung liegt noch nicht vor.
  • Die Einstellung der vorgeschlagenen Kraft erfolgt.
  • Das Personal überdauert die Probezeit.
  • Die vermittelnde Person ist kein Mitglied des Leiterkreises.

Wir freuen uns auf die Vermittlung! Um neue Kolleginnen und Kollegen für uns zu gewinnen, erarbeiten wir aktuell eine Recruiting-Kampagne für den Pflegebereich. Zudem optimieren wir derzeit die Stellenanzeigen, damit sie noch besser gefunden werden. Hierfür verbessern wir die Verschlagwortung und führen eine Volltextsuche im Internet sowie im Intranet ein.

Die Arbeit in einem Krankenhaus erfordert nicht nur ein hohes Maß an Engagement, sondern auch vielfältige Qualifikationen. Fortbildungen bringen das Team, die Mitarbeitenden und die Patientenversorgung voran. Die Geschäftsführung des DIAKO Krankenhauses fördert Fort- und Weiterbildungen sowie Qualifikationen, fördert die Mitarbeitenden in ihrer Entwicklung. Bitte soweit es geht in Absprache mit den betroffenen Teams, auch wenn die Luft noch dünner wird. 

Das Engagement aller Mitarbeitenden in unserem Haus ist vorbildlich – und wird gebraucht, damit wir gemeinsam die Zukunftsfähigkeit herstellen und auch unseren Strukturprozess zum Erfolg führen können. Darum setzten wir uns weiter für die Kollegen und Kolleginnen ein. Wir müssen die laufenden Prozesse aktiv gestalten und verändern, um in Zukunft in einer modernen Organisation unsere Aufgaben zeitgemäß erbringen zu können. Dies ist in unser aller Interesse.

FAQ

1. Wie ist es um die Zukunftsfähigkeit des DIAKO Krankenhauses bestellt?

Wir sind ein leistungsfähiges Krankenhaus mit gut aufgestellten Fachabteilungen. Dennoch haben wir ein Problem bezüglich der Kostenstruktur und auf der Einnahmenseite. Die Corona-Pandemie spielt dabei auch eine Rolle. Wir konnten diese außergewöhnliche Situation der vergangenen Zeit mit Hilfe unserer motivierten und professionellen Belegschaft gut meistern. Allerdings mussten wir wirtschaftliche Einbußen hinnehmen. Gemeinsam werden wir über einen zweijährigen Strukturprozess unsere wirtschaftliche Situation verbessern. Wir starten mit einer dreimonatigen Analysephase im Januar 2022.

2. Wie wird die Zukunftsfähigkeit hergestellt?

Zusammen mit den Experten von WMC Healthcare setzen wir, im Gegensatz zu früher, auf einen ganzheitlichen Ansatz, um die finanzielle Lage unseres Hauses zu verbessern. Die Handlungsfelder wurden mit WMC Healthcare identifiziert. Wir werden die gesamten Abläufe und das Leistungsangebot analysieren, optimieren und Effizienzpotentiale heben. Ein weiterer Ansatzpunkt ist unsere gute Fachabteilungsstruktur. In einigen Fachbereichen, wie der Neurochirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie und Gynäkologie & Geburtshilfe werden wir analysieren, wie diese weiter ausgebaut werden können. Der Ausbau ist auch Teil der Zukunftsstrategie.

3. Mit wem wird der Strukturprozess umgesetzt?

Beim Strukturprozess arbeiten wir mit den Gesundheitsexpertinnen und -experten von WMC Healthcare zusammen. Sie werden diesen hier vor Ort begleiten und gemeinsam mit uns umsetzen. Wir haben in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit externen Experten gemacht.

Für WMC Healthcare als Unterstützung im Strukturprozess haben wir uns entschieden, weil das Unternehmen über viele Jahre Erfahrung aus mehr als 200 Projekten im Klinikbereich verfügt. WMC Healthcare verfolgt dabei den Ansatz, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Problemlösung miteinzuschließen und ist damit ein idealer Partner, um das DIAKO Krankenhaus zukunftsfähig zu machen.

4. Welchen fachlichen Hintergrund haben die Gesundheitsexpertinnen und -Experten von WMC Healthcare?

Die Expertinnen und Experten von WMC Healthcare sind fachlich breit aufgestellt. Um einen ganzheitlichen Ansatz erfolgreich umsetzen zu können, vereinen sie verschiedene Disziplinen. Neben ehemaligen Krankenhaus-Mitarbeitern aus Pflege und Management sind auch Betriebswirte, Volkswirte und Gesundheitsökonomen am Strukturprozess beteiligt.

5. Wer genau sind die WMC-Expertinnen und Experten vor Ort?

Der Diplom-Kaufmann Christian Eckert ist der Projektverantwortliche und verfügt über eine mehr als 20-jährige Beratungserfahrung im Gesundheitswesen. Die operative Projektleitung hat die Betriebswirtin und gelernte Krankenschwester Nadine Jeschke. Sie vereint langjährige Klinik-Erfahrungen, u.a. in der Notfall- und Patientenversorgung, mit Wirtschaftswissen. Dr. Arne Bernd war Geschäftsführer verschiedener Krankenhäuser und kennt sich besonders mit Personal aus. Die Gesundheitsökonomin Martina Borner hat in einem Uni-Klinikum ein Tumorzentrum koordiniert und hat eine ausgeprägte Analyse-Expertise. Komplettiert wird das Führungsteam von dem Volkswirt Dorian Denner, der das Projektmanagement und das Nachhalten der Maßnahmenumsetzung verantwortet. Weitere Details zu den WMC-Expertinnen und -Experten finden sich hier:  Beitrag Vorstellung WMC

 

6. Wie ist die Zusammenarbeit gestaltet?

Die Gesundheitsexpertinnen und -experten von WMC Healthcare werden den Strukturprozess vor Ort begleiten und kommen in die einzelnen Abteilungen und Bereiche. Dort machen sie sich ein vollständiges Bild der Strukturen, Prozesse und vom Leistungsangebot. Drei Monate lang nehmen sich die Expertinnen und Experten Zeit für ein ausführliches Bild der Situation. Dabei sind sie dankbar für Anregungen zu ressourcenschonenden Abläufen oder Effizienzverbesserungen aus den Abteilungen und Bereichen. Sie sprechen und arbeiten mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DIAKO Krankenhauses.

​​​​​​​7. Wie sehen die ersten Schritte beim Strukturprozess konkret aus?

Um die richtigen Maßnahmen auf dem Weg zur Zukunftsfähigkeit zu ergreifen, werden WMC und DIAKO zunächst Transparenz schaffen. Auf dieser Basis werden gemeinsam Handlungsfelder diskutiert. Das Team hat die Arbeit aufgenommen, die Bestandsaufnahme und Fachgespräche mit Abteilungen und Bereichen laufen.

Um die Einnahmeseite zu stärken, müssen vorhandene Kapazitäten möglichst bedarfsgerecht bereitgestellt werden. Darunter fallen auch die Verweildauer sowie die Aufnahme- und Entlasszeiten. Die WMC-Expertinnen und Experten arbeiten derzeit mit Hochdruck am Berichtswesen für das Kapazitätsmanagement. Um die Erlöse zu erhöhen, hat WMC bereits damit begonnen, die Rechnungslaufzeiten zu verringern. Mehr Einnahmen können auch durch ein größeres Angebot an Wahlleistungen entstehen. Etwa steigt in der Corona-Pandemie die Nachfrage nach Ein- und Zweibettzimmern. Im Bereich Personal wird in einigen Bereichen zuerst die Personalplanung aktualisiert werden, auf deren Basis die zukünftige Personalsteuerung aufsetzt.

8. Was ist geplant, um die Kostenseite zu verbessern?

Es gilt weiterhin, dass kein Fachbereich grundsätzlich in Frage gestellt wird. Ein Ansatzpunkt ist beispielsweise, die Überstunden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu reduzieren. Eine vorausschauende Personalplanung ermöglicht zudem, Stellen schnell zu besetzen und Leiharbeit zu vermeiden.

Die medizinischen Sachbedarfe werden im Dialog optimiert. Dafür haben Chefarztgespräche stattgefunden und monatliche Treffen zum Materialverbrauch werden eingeführt. WMC hat auch die Effizienz im nicht-medizinischen Sachbedarf im Auge. Die Expertinnen und Experten planen eine Verbrauchssteuerung durch den Angleich von Beköstigungstagen an Belegungstage.

9. Welche Auswirkungen hat der Strukturprozess auf Belegschaft und Patienten?

Wir arbeiten ständig daran, das DIAKO Krankenhaus zukunftsfähig zu machen. Dies hat keine Auswirkungen auf die Patientenversorgung. Auch während des gesamten Strukturprozesses wird daher die medizinische Versorgung wie gewohnt auf hohem Niveau gewährleistet. Unsere Belegschaft wird in die Prozessoptimierung eingebunden, kann jedoch ihrer Arbeit in gleicher Qualität nachgehen. Kein Fachbereich wird in Frage gestellt.

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Historie anzeigen

​​​​​​​Nach einem starken Wachstum ist die DIAKO heute ein großer Verbund von Anbietern von Dienstleistungen rund um die Gesundheit.

Die DIAKO kümmert sich um die Gesundheit in der Region: von Flensburg bis Kappeln und Schleswig, von Nordfriesland über Tarp und Jübek bis nach Kiel.

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