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Teilsanierung und Neubau: DIAKO nutzt letzte Ausbaureserve

Erster Spatenstich für das „Krankenhaus der Zukunft“: (v.l.) Rektor Wolfgang Boten, Krankenhausdirektor Dr. Christian Peters und DIAKO-Vorstand Karl-Heinz Vorwig auf der Baustelle im Diakonissenkrankenhaus.

Mit einer Investition von gut zehn Millionen Euro will sich die DIAKO weiter für die Zukunft rüsten. „Die Fördersumme des Landes beträgt 7,9 Millionen Euro, hinzu kommen gut 2,5 Millionen an Eigenmitteln“, erklärte Karl-Heinz Vorwig, Kaufmännischer Vorstand der Diako. Das Fördergeld stamme aus dem öffentlichen Investitionsprogramm des Kieler Gesundheitsministeriums für Krankenhäuser. 

„Für die jetzt begonnenen Bauvorbereitungen haben wir vier Wochen eingeplant, hierzu zählt u.a. das Aufstellen eines großen Baukrans sowie die Einrichtung der Baustellenzufahrt im Bibelgarten am Marienhölzungsweg“, sagte Krankenhausdirektor Dr. Christian Peters. „Die Baumaßnahme wird zu einer deutlichen Verbesserung des Standards in zwei unserer großen Bettenhäuser führen“, hob Dr. Peters hervor. Dazu gehöre auch der Fortfall der dortigen Drei-Bett-Zimmer, in den sanierten Bettenhäusern werde es nur noch moderne Zwei-Bett-Zimmer mit jeweils eigenen Sanitärbereichen geben. Durch zusätzliche Aufstockung eines großen Gebäude-Querriegels von zwei auf fünf Stockwerke entstünde ebenfalls neuer Raum für weitere Zwei-Bett-Zimmer. „Das bedeutet aber nicht nur einen größeren Komfort für unsere Patienten“, so Christian Peters. „Der Um- und Neubau mit seinen durchdachten Raumfunktionen ermöglicht zudem eine deutlich verbesserte Betriebsorganisation. Das heißt: Die Wege werden kürzer, die Arbeit wird effektiver.“ Peters machte aber zugleich deutlich, dass damit die letzte Ausbaureserve auf dem bestehenden Diako-Gelände ausgeschöpft sei. Als weiterer, konsequenter Schritt sei dann nur noch der Teilabriss und Neubau des Diakonissenkrankenhauses möglich, für den sich auch DIAKO-Vorstand Karl-Heinz Vorwig stark macht. Der Neubau des Querriegels sei dringend erforderlich und ein wichtiger Schritt für ein zukunftsfähiges Krankenhaus, ergänzte DIAKO-Rektor Wolfgang Boten, der aber zugleich auch klarmachte, dass weitere Schritte in den nächsten Jahren folgen müssten.

Bettenstationen, Ambulanzen, Behandlungsräume, Arzt- und Untersuchungszimmer, Dienstzimmer sowie Lagerräume würden nun optimal aufeinander abgestimmt. „Unsere Gebäude aus drei Jahrhunderten haben Charme. Aber die Gebäudeteile aus der Kaiserzeit eignen sich mit ihren Holzbalkendecken nicht mehr als Bettenhäuser“, sagte Jürgen Freitag, der als Leiter der technischen Abteilung der DIAKO zuständig ist für die Erweiterung. „Nun erreichen wir ein Optimum in den bestehenden Strukturen.“

Der Hauptkomplex des Diakonissenkrankenhauses wird – aus der Luft betrachtet – künftig ein großes „U“ bilden. Übergänge binden Stationen und Abteilungen aneinander, die bisher nur über teils große Umwege zu erreichen sind. Die Schlaganfall-Abteilung, die so genannte Stroke Unit, erhält neue, modernste Behandlungsräume.

„Eine Intermediate-Care-Station der Neurologie und Neurochirurgie schafft eine sinnvolle Versorgungskette von der Maximalversorgung der Intensivstation bis zur normalen Krankenhausstation“, erklärt der Krankenhausdirektor. „Intermediate Care“ ist etwa für Patienten gedacht, die nicht mehr künstlich beatmet werden müssen, aber trotzdem noch einer besonderen Beobachtung bedürfen. Neben der Neurologie und Neurochirurgie erhalten u.a. die Frauenklinik, die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin, die Gefäßchirurgie, die Urologie und die Innere Medizin neue bzw. modernisierte Räumlichkeiten.

Der neue Querriegel soll im Februar 2015 fertig sein, erst dann kann mit der Sanierung des so genannten C-Gebäudes (bis Sommer 2016) begonnen werden. Das Ganze soll bei vollem Krankenhausbetrieb geschehen. „Wir haben uns sehr viele Gedanken darüber gemacht, wie wir die Unannehmlichkeiten für die Patienten sowie für die Mitarbeiter so gering wie möglich halten können“, unterstreicht Peters. „Deshalb beginnen wir mit der Sanierung der Bettenhäuser auch erst dann, wenn der Querriegel mit seinen großen Kapazitäten komplett fertig ist und die Patienten dort in den neuen, modernen Räumlichkeiten untergebracht werden können.“