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Suizid: DIAKO-Psychiatrie und Verein Lichtblick zeigen Ausstellung

„Hätten wir es erkennen können?“ Diese Frage, die sich Angehörige oft stellen, leitet ein in die Ausstellung der Initiative Agus (Angehörige um Suizid), die ab sofort und bis zum 10. November in der Lukashalle der DIAKO zu sehen ist. Diese ganz neu zusammengestellte Ausstellung will einerseits auf die Not der Angehörigen hinweisen, wenn ein Familienmitglied sich das Leben genommen hat, andererseits aber auch auf die Möglichkeiten, wie dieser schwere Verlust trotz des gesellschaftlichen Tabus überwunden werden kann. „Darüber hinaus soll die Ausstellung dazu beitragen, den Präventionsgedanken ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu tragen“, hofft Dr. Peter Lorenzen vom Flensburger Verein Lichtblick (Life), der die Ausstellung gemeinsam mit der DIAKO-Psychiatrie nach Flensburg geholt hat.

„Knapp 100 Patienten pro Jahr werden nach einem Suizidversuch bei uns behandelt“, erklärt Dr. Frank Helmig, kommissarischer Ärztlicher Leiter der DIAKO-Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie. Die Dunkelziffer liege allerdings noch erheblich höher: „Nur etwa jeder Zehnte, der in unserer Region einen Suizidversuch macht, wird bei uns aufgenommen und behandelt.“ Deshalb sei es für ihn wichtig, dass das Thema Suizid stärker in den Mittelpunkt gerückt wird. Helmig: „Die Ausstellung verdeutlicht, dass dem Suizidgedanken oftmals eine behandelbare psychische Erkrankung zugrunde liegt, wie zum Beispiel eine Depression.“

Der Verein Lichtblick feiert am Dienstag, 2. November, ab 18 Uhr im Alten Pastorat, Südermarkt 15, sein 10. Gründungsjubiläum mit Grußworten und Klezmer-Musik. Die Ausstellung in der DIAKO rahmt zeitlich das Jubiläum.

Das Bild zeigt Dr. Frank Helmig und Dr. Peter Lorenzen in der Ausstellung.