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Suchtselbsthilfetag bei den Fachkliniken Nordfriesland

Der kleine und beschauliche Ort Riddorf bei Bredstedt erwartet zum 13. Juni einen großen Andrang. Die jährliche Tagung der Selbsthilfegruppen von suchtkranken Menschen und ihren Angehörigen wird in diesem Jahr zu Gast bei den Fachkliniken Nordfriesland sein. „Gemeinsam ein neuer Start“ ist das Motto der diesjährigen Veranstaltung.

Die Fachkliniken Nordfriesland vereinen unter ihrem Dach ein breitgefächertes Angebot für suchtkranke Menschen. Neben der stationären und ambulanten Behandlung und Rehabilitation werden Prävention, Nachsorge und Wiedereingliederung großgeschrieben. „Für suchtkranke Menschen besteht auch nach der Therapie ein hohes Rückfallrisiko. ‚Vernetzt behandeln – Therapieerfolg sichern’ ist daher der Leitgedanke unseres Angebotes für die Betroffenen“, so Dr. Rainer Petersen, Leiter der Abteilung für die Rehabilitation von suchtkranken Menschen. Seit der Gründung der Abteilung vor mehr als 30 Jahren arbeiten die Fachkliniken eng mit den Selbsthilfegruppen der Region zusammen. Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe trage erheblich zur Minimierung der stets gegenwärtigen Rückfallgefahr bei, weiß der leitende Psychologe aus der langjährigen Praxis. Eine enge Anbindung und Vernetzung zwischen der Klinik und den Gruppen sei daher selbstverständlich.

Die Organisation der Tagung liegt in den Händen der Landesstelle für Suchtfragen (www.lssh.de) und des Fachausschusses der Selbsthilfe. Die Veranstaltung findet von 10 bis 16 Uhr statt, der Eintritt ist frei – dieses wird durch die Unterstützung von Sponsoren ermöglicht. Nach der Begrüßung durch Dr. Christoph Mai, Chefarzt der Fachkliniken Nordfriesland gGmbH, eröffnet Otto Saß, Landesvorsitzender des Blauen Kreuzes der evangelischen Kirche, die Veranstaltung offiziell. Nach einem Fachvortrag ist die Bildung von Arbeitsgruppen zur Diskussion verschiedener Themen geplant. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden danach im Plenum präsentiert. Der beliebte „Markt der Möglichkeiten“ mit dem Thema „Hobby statt Sucht“ zeigt viele Alternativen, seine Freizeit zu gestalten, und rundet die Tagung ab (Anmeldung bei den Organisatoren).

Im Anschluss können Interessenten an einer Hausbesichtigung teilnehmen und sich von den Mitarbeitern der Fachkliniken vor Ort ihre Arbeit erläutern lassen. Die Behandlungsplätze in Riddorf sind begehrt: Insbesondere schwierige Kombinationserkrankungen aus den Bereichen Psychosomatik und Sucht sowie Spielsucht und Internetsucht werden hier vor Ort behandelt. Der naturnahe Standort und die hellen und freundlichen Räumlichkeiten wirken sich ebenfalls therapiefördernd aus. Weitere stationäre Behandlungsplätze gibt es in Bredstedt, ambulante Therapiemöglichkeiten, Prävention und Nachsorge sowie Angehörigengruppen bieten Einrichtungen der FKLNF in Husum, Schleswig, Tarpfeld und Kiel an.