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Neurochirurgie-Chefarzt Dr. Wolfgang Börm zum Professor ernannt

Privatdozent Dr. Wolfgang Börm, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie des Diakonissenkrankenhauses, erhielt jetzt die Ernennungsurkunde zum außerplanmäßigen Professor der Universität Ulm. Die Bezeichnung außerplanmäßiger Professor kann von einer Hochschule an Ärzte verliehen werden, die zusätzlich zu ihrer Lehrbefähigung, der Habilitation, in Forschung und Lehre nachweislich hervorragende Leistungen erbracht haben.

So engagiert sich Professor Börm neben seiner Tätigkeit als DIAKO-Chefarzt in der Ausbildung von Medizinstudenten an der Universität Ulm. Seit seiner Habilitation im Jahr 2005, in der er die Navigation bei Wirbelsäulen-Operationen untersuchte, betreute Wolfgang Börm zudem eine Reihe von Doktoranden. Dafür ist er regelmäßig an seiner alten Wirkungsstätte in Ulm, etwa um Vorlesungen zu halten oder Praktika an der dortigen Neurochirurgischen Klinik zu begleiten. Neben der Lehrtätigkeit ging zudem eine Reihe an wissenschaftlichen Publikationen in hochrangigen medizinischen Fachzeitschriften sowie Vorträge im In- und Ausland der Ernennung zum Professor voraus.

Als Präsident der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft im Jahr 2010 hat Professor Börm einen Kongress in Bremen organisiert, an dem 1300 Mediziner teilnahmen.

Seit seiner Ernennung zum Chefarzt am 1. Juli 2005 hat Professor Börm die Neurochirurgie an der DIAKO erheblich ausgebaut, dazu zählt unter anderem die Weiterentwicklung der Wirbelsäulenchirurgie. Behandelt werden degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule wie Bandscheibenvorfälle und Gleitwirbel ebenso wie Wirbelsäulenverletzungen und -tumore. Weitere Schwerpunkte bilden die Behandlungen von Hirn-Tumoren und Schädel-Hirn-Verletzungen sowie die Versorgung von gefäßneurochirurgischen Erkrankungen. Die Klinik ist die maßgebliche Versorgungseinrichtung für neurochirurgische Erkrankungen im nördlichen Schleswig-Holstein. „Erheblich Investitionen in modernste Technik macht die Arbeit auf universitärem Niveau hier in Flensburg möglich“, betont Professor Börm. Die Zukunftsvision des 51-Jährigen ist die weitere Stärkung eines neurowissenschaftlichen Schwerpunktes in enger Zusammenarbeit mit der Neurologie und Psychiatrie der DIAKO.

Die Ernennung zum Chefarzt führte Börm übrigens 2005 in seine alte Heimat zurück: Geboren in Rodenäs / Nordfriesland, hatte er sein Abitur in Niebüll gemacht, bevor er das Medizinstudium in Freiburg aufnahm. Es folgten Auslandsaufenthalte in Brasilien und den USA. Der weitere, lange Weg bis zur Erlangung des Titels führte über eine Ausbildung zum Facharzt in Karlsruhe, Oberarzt-Tätigkeiten in Aschaffenburg und Ulm sowie einige Zusatzqualifikationen. Als Leitender Arzt hat Börm die Neurochirurgie an der Universität Ulm mit aufgebaut, bevor er schließlich zum Chefarzt der DIAKO-Neurochirurgie ernannt wurde.

Am 17. Juni wurde Prof. Börm die Ernennungsurkunde an der Universität Ulm überreicht. Nach seiner Rückkehr folgte dann am 20. Juni eine Überraschungsparty im Fliednersaal mit einigen launigen Vorträgen, an der neben Krankenhausdirektor Dr. Christian Peters und vielen Chefärzten auch die Mitarbeiter seiner Abteilung teilnahmen und mitwirkten.