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Lesung: „Taube Nuss – Nichtgehörtes aus dem Leben eines Schwerhörigen“

„Taube Nuss – Nichtgehörtes aus dem Leben eines Schwerhörigen“ heißt ein Buch von Alexander Görsdorf, aus dem der Autor am Sonnabend, 18. März, um 19.30 Uhr im Haus Pniel der DIAKO (Duburger Straße 81) liest. Humorvoll, spannend und leicht verständlich beschreibt Görsdorf in seinem Buch „Taube Nuss“ seinen Umgang mit der Behinderung und gibt gleichzeitig Anregungen und Informationen für Betroffene und deren Angehörige. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden für den „Elisabeth-Clausen-Fonds“ gebeten, mit dem bedürftige Kinder an Flensburger Schulen unterstützt werden.

Alexander Görsdorf wurde 1975 in Beirut geboren. Seine Schwerhörigkeit wurde im frühen Kindesalter diagnostiziert. Es folgte zunächst ein Hörgerät, einige Jahre später kam ein zweites hinzu. Trotz des Rats zur Schriftsprache Latein wollte er lieber Englisch lernen und ging in den USA auf die High School. Er studierte Philosophie und Europäische Ethnologie in Berlin und Sevilla und arbeitete in Harvard an seiner Promotion.

Im Alter von 34 Jahren und fast vollständig ertaubt entschloss er sich nach langem Zögern, sich ein Cochlea Implantat einsetzen zu lassen. Und lernte in der Folge ganz neu, nämlich elektrisch hören. Er arbeitete als Wissenschaftler, dann – ausgerechnet – als Kommunikationsberater. Heute lebt er in Bonn und ist in der Entwicklungspolitik tätig.

Alexander Görsdorf: „Die Leute wissen zu wenig darüber, was es bedeutet, schwerhörig zu sein. Anfangs dachte ich, Schwerhörigkeit ist ein dröges Thema, das interessiert keinen. Aber am Ende kommt man immer dahin, dass die Schwerhörigkeit nicht den behindert, der sie hat, sondern zwischen den Leuten steht. Sie ist wie der Sand im Alltagsgetriebe.“