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Krankenhausreform? So nicht! DIAKO und Malteser Krankenhaus demonstrieren in Berlin

Insgesamt haben sich gut 40 Mitarbeitende des Malteser Krankenhauses St. Franziskus-Hospital und des Diakonissenkrankenhauses mit einem Bus auf den Weg nach Berlin gemacht, um gemeinsam als Klinikverbund Flensburg gegen die von Gesundheitsminister Hermann Gröhe angekündigte Reform der Klinikstrukturen zu protestieren. Das Foto zeigt Mitarbeitende kurz nach der Ankunft in Berlin.

„Wir sind in Berlin, um für ein faires und zukunftssicheres Gesundheitswesen einzutreten, denn wir brauchen eine echte Reform, in der die großen Herausforderungen, vor denen wir im Gesundheitswesen stehen, auch tatsächlich angepackt werden“, erklärt Friederike Hohmann, Pflegedirektorin des Flensburger Diakonissenkrankenhauses. „Zu diesen Herausforderungen gehören neben der Sicherstellung der Finanzierung tariflicher Personalkostensteigerungen und der Weiterführung des Versorgungszuschlags vor allem Investitionen in Qualität und zusätzliches Personal“, ergänzt Klaus Deitmaring, Geschäftsführer der Malteser Norddeutschland gGmbH. „Der Gesetzentwurf sieht weitere Belastungen und Kürzungen vor, anstatt die Finanzierung zu sichern. Wir brauchen eine faire Vergütung, die eine gute Versorgung aller Menschen zulässt, auch der Menschen mit höherem Hilfebedarf“, sind sich Hohmann und Deitmaring einig.

An dem Krankenhausaktionstag, zu dem die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) aufgerufen hatte, beteiligte sich eine Vielzahl von Kliniken aus dem ganzen Bundesgebiet, um auf den dringenden Anpassungsbedarf der geplanten Krankenhausreform aufmerksam zu machen. Gleichzeitig wurde am Brandenburger Tor und in vielen Kliniken demonstriert. Vor dem Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital und der DIAKO ließen Mitarbeiter bereits vor einigen Tagen in einer „Aktiven Mittagspause“ Ballons mit dem Slogan „Krankenhaus-Reform? So nicht!“ steigen. „Ich sehe in der geplanten Krankenhaus-Reform keine Lösung für die Probleme, die uns und den anderen Krankenhäusern tatsächlich unter den Nägeln brennen“, erklärt Friederike Hohmann, die auch Mitglied der Krankenhausleitung des Diakonissenkrankenhauses ist. U.a. müsse die Bürokratisierung in den Krankenhäusern abgebaut werden, so Deitmaring, denn unsere am Patienten tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchten mehr Zeit für unseren eigentlichen Auftrag haben: den Menschen zu helfen. „Ob mangelhafte Refinanzierung der Kostensteigerungen, Investitionsstau und demographischer Wandel – die Reform bietet keinerlei Antworten auf die wirklich dringenden Fragen“, so Friederike Hohmann. Unter diesen Bedingungen sei eine positive Weiterentwicklung des Gesundheitswesens zum Wohle der Patienten nicht möglich und nicht einmal der Fortbestand des bisher Erreichten gesichert.