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EHEC: Gesundheitsminister besucht DIAKO / Viel Lob für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter / Krankenhausleitung dankt Pflegekräften, Ärzten und Labormitarbeitern

Liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter,

 

wir möchten Sie über das EHEC-Krisenmanagement informieren und Ihnen für Ihre Arbeit in der aktuellen Krisensituation sehr herzlich danken. Wir sind stolz, dass Pflegekräfte, Ärzte und Labormitarbeiter in dieser schweren Situation durchhalten und mit einer Einsatzbereitschaft weit über das übliche Maß hinaus Patienten aus ganz Schleswig-Holstein versorgen – auch jene Patienten, die andere Krankenhäuser nicht versorgen können.

Derzeit werden immer noch Patienten mit dem lebensbedrohlichen hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) bei uns auf der internistischen Intensivstation und auf der A4, die zum Teil als Isolierstation fungiert, behandelt. Einigen Patienten geht es mittlerweile aber wieder so gut, dass sie entlassen werden konnten. Sie werden aber weiterhin poststationär betreut.

Am 3. Juni besuchte Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg gemeinsam mit der Leiterin des EHEC-Krisenstabes Schleswig-Holstein, Dr. Renée Buck, das Diakonissenkrankenhaus, um das Flensburger Krisenmanagement zu loben, aber auch, um den DIAKO-Mitarbeitenden für ihre hohe Einsatzbereitschaft zu danken.

Simon Faber, Oberbürgermeister der Stadt Flensburg, drückte bei einem Besuch der Intensivstation bereits am Samstagabend, dem 29. Mai, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DIAKO seinen Dank aus. Diesen Dank möchten wir gern an Sie weitergeben.

Unter der Leitung von Dr. Christian Peters fanden mehrere Sitzungen mit Vertretern beider Flensburger Krankenhäuser, der Gesundheits- und Rettungsdienste sowie der Niedergelassenen Ärzte statt. Ziel ist die Sicherstellung der optimalen Versorgung von EHEC-Patienten nördlich des Nord-Ostsee-Kanals. Die DIAKO-Klinik für Innere Medizin / Nephrologie ist die einzige im Landesteil Schleswig, die die notwendige Therapie (Dialyse und Plasma-Austausch) durchführen kann.

Zu den Maßnahmen des Krisenstabes gehört eine verbindliche Absprache zwischen den beiden Krankenhäusern DIAKO und SFH und den niedergelassen Ärzten (KV), welche Patienten von wem betreut und versorgt werden:

• ambulant: Diagnostik und Therapie durch Hausärzte

• ambulant und stationär: Erstbehandlung durch Malteser-Krankenhaus und

  Zentrale Notaufnahme (DIAKO)

• Intensivbehandlung durch DIAKO (Plasma-Austausch und Dialyse,

  Einsatz des Medikaments Eculizumab wie in den Uni-Kliniken Hamburg und

  Schleswig-Holstein)

Beide Krankenhäuser haben das Personal in den Ambulanzen und auf den Stationen aufgestockt.

Die Bedienung der Geräte zur Dialysebehandlung und zum Plasma-Austausch in der DIAKO erfordert eine spezielle Ausbildung der Pflegekräfte. Alle verfügbaren Personalressourcen wurden aktiviert:

• aus Erholungs- und Erziehungsurlaub

• von anderen Stationen

• Personal mit vorhandener Qualifikation aber Tätigkeit in anderen Bereichen (Hygienefachkraft, Pflegedienstleitung, Pflegeschule)

Der Aufwachraum der DIAKO zur Versorgung von operierten Patienten, die sonst auf der Intensivstation betreut würden, „läuft“ zeitweise im 24-Stunden-Betrieb. Zur Aufrechterhaltung des vollumfänglichen Routinebetriebes sowie der Notfallversorgung in der DIAKO (Herzinfarkte, Schlaganfälle, Verkehrsunfälle etc.) wurde ebenfalls Personal rekrutiert.

Wir hoffen, dass der Zenit der Neuerkrankungen nun endgültig überschritten ist. Wir werden weiterhin über die aktuelle Entwicklung an dieser Stelle berichten.

 

Mit Hochachtung und Respekt vor Ihren alltäglichen Leistungen

grüßen Sie herzlich

 

Sabine Murawski

Christian Peters

Thorsten Prümm

(Krankenhausleitung des Diakonissenkrankenhauses)