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Bundesgesundheitsminister Bahr "zu Besuch" bei DIAKO und SFH

Der dritte Kongress des Gesundheitsministeriums in Kiel bot auch zum dritten Mal ein Forum für die DIAKO, die sich, zum 2. Mal gemeinsam mit dem Malteser-Krankenhaus St. Franziskus-Hospital, als Medizinischer Klinikverbund Flensburg präsentierte. Mehr als 500 Teilnehmer waren aus dem gesamten Bundesgebiet angereist, um über die Gestaltung einer zukunftssicheren Versorgung, das neue Versorgungsstrukturgesetz und damit verbunden über neue Perspektiven für Patienten und arbeitsmarktpolitische Aspekte zu diskutieren. 

 

Eröffnet wurde der Kongress von Landes-Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg. Tenor seiner Rede war, dass Schleswig-Holstein auf dem richtigen Weg sei. „Entscheidend für die Sicherstellung der Versorgung ist, dass die Akteure aufeinander zugehen und gemeinsame Lösungen entwickeln. Mit dem Kongress und dem zurzeit laufenden gemeinsamen Versorgungsprojekt zur Erarbeitung regionaler Lösungsansätze gemeinsam mit den Beteiligten haben wir gute Voraussetzungen geschaffen.“

 

Die sich anschließende Podiumsdiskussion zum Thema „Versorgung gestalten: Der Patient und das Gesetz“ war hochrangig besetzt. Im Mittelpunkt stand das neue Versorgungsstrukturgesetz, dass laut Expertenmeinung eine Reihe von Chancen bietet, die Gesundheitsversorgung zu sichern, was aber die Zusammenarbeit aller Akteure, auf Augenhöhe und am Patienten orientiert, voraussetzt. 

 

Ob es nun am neuen Standplatz, an der Erneuerung des „Auftritts“ oder einfach an der harmonischen Atmosphäre mit Hafenblick lag, unser Stand wurde rege frequentiert. Gleich am Mittwochabend nach der Eröffnung kam der Landesgesundheitsminister Dr. Heiner Garg zum „get together“ vorbei – und blieb. Weit über eine Stunde unterhielt er sich mit den Vertretern der beiden Häuser, über aktuelle Gesundheitsthemen, anstehende und bereits umgesetzte Vorhaben und Projekte der beiden Flensburger Krankenhäuser.  Und  auch das politische Tagesgeschehen sowie Smalltalk kamen nicht zu kurz.

 

Der Donnerstag begann, wie der Mittwoch beendet worden war – mit hochkarätigem Besuch am Stand des Medizinischen Klinikverbundes Flensburg. In Begleitung von Randy Lehmann (Leiterin der Gesundheitsinitiative Schleswig-Holstein und Organisatorin des Kongresses) informierte sich der Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr über den Standort Flensburg, grenzüberschreitende und regionale Aktivitäten und Perspektiven.

 

In seinem anschließenden Vortrag, legte auch Daniel Bahr den Fokus auf das neue Versorgungsstrukturgesetz und betonte dabei: „Die bedarfsgerechte medizinische Versorgung ist eine der wichtigsten Leistungen unseres Gesundheitssystems. Mit dem neuen Gesetz haben wir eine Reihe von Maßnahmen zur Sicherung in die Wege geleitet. Dazu gehört auch die Stärkung der regionalen Verantwortung und die Möglichkeit einer engeren Vernetzung zwischen stationärer und ambulanter Versorgung. Schleswig-Holstein zeigt dafür vielfältige Aktivitäten auf.“ 

 

Der Donnerstag war u.a. mit Vortragsreihen zu „Best practise“ geprägt. Dr. Christian Peters, Krankenhausdirektor des Diakonissenkrankenhauses, stellte in seinem Vortrag „Grenzenlos vernetzen?“ die intra- und intersektorale Vernetzung in  Nordfriesland, Flensburg-Schleswig, Angeln und die grenzüberschreitende Vernetzung mit Dänemark dar.

 

Die Kooperation innerhalb des Klinikverbundes sowie der erfolgreiche Aufbau einer MVZ-Struktur in der Region, durch die DIAKO, stehen für die bedeutungsvolle intrasektorale Vernetzung in der Region. Dagegen sei die grenzüberschreitende Vernetzung mit Dänemark aktuell nicht erfolgreich. Durch den Schwerpunktversorger in Apenrade in der Region Süddanmark und damit grenznah, sei bisher noch kein nennenswerter Bedarf der Versorgung von dänischen Patienten zu verzeichnen. Die Notfallversorgung und die Behandlung onkologischer Patienten machten weniger als zwei Prozent aller Fälle des Verbundes aus und stellten somit keine relevante Vernetzung dar. „Unser Interesse liegt darin, den Ausbau zu forcieren“, so Peters.

 

Dr. Peters stellte aber noch einen weiteren positiven Aspekt vor, die die intersektorale Vernetzung der DIAKO betrifft.  Das Vertragsarztänderungsgesetz schafft die Möglichkeit anstelle von Honorarärzten Vertragsärzte in Teilzeit zu beschäftigen und zwar über die bisher gesetzlich festgelegten 13 Stunden hinaus. Die eindeutigen Vorteile liegen in der Anstellung qualifizierter Fachärzte, Steigerung der Versorgungsqualität und  -kontinuität, sowie in der Optimierung der Assistenzarztweiterbildung.

 

Dr. Christian Utler, Klinikdirektor des Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital, betonte in seinem Vortrag „Vernetzung, Kooperation und Innovation des Medizinischen Klinikverbundes Flensburg – der onkologische Leuchtturm ganz oben im Norden“ den Stellenwert der Spiritualität bei der Patientenversorgung.

 

Der erfolgreiche Auftritt als Partner des Kongresses „Vernetzte Gesundheit“, setzte sich auch im Jahr 2012 fort. Der Stand wurde stark frequentiert und viele interessante Gespräche geführt. Informiert wurde über das komplette Leistungsportfolio, PJ-Ausbildung, Facharzt-Ausbildung und die ökumenischen Einrichtungen. 

Das besondere und fast schon traditionelle „give away“ des Medizinischen Klinikverbundes Flensburg, das „Flens“, wurde von Besuchern gerne angenommen und zugleich genossen.

 

Somit setzte der Medizinische Klinikverbund Flensburg auch im Jahr 2012 mit dem Kongressauftritt in Kiel einen weiteren Akzent für die stetige und kooperative Zusammenarbeit der beiden nördlichsten Krankenhäuser. CLAUDIA ERICHSEN

 

Das Foto im Anhang zeigt von links: Dr. Christian Utler, Klinikdirektor des Malteser-Krankenhauses, Dr. Christian Peters, Direktor des Diakonissenkrankenhauses, Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und Klaus Deitmaring, Geschäftsführer des Malteser-Krankenhauses St. Franziskus Hospital.